Schulordnung und Studienstruktur

1. Kapitel: Unterricht

1.1.: Musikerziehung
Artikel 1:
Die Schüler des Instrumental- und Gesangsunterrichts sind verpflichtet, der Musikerziehung ohne Unterbrechung bis zur Exzellenzstufe einschließlich zu folgen.
Abweichungen erteilt nur der Direktor in Absprache mit dem Klassenrat bzw. Pädagogischen Rat.

Artikel 2:
Ein Schulneuling kann gleichzeitig in Musikerziehung und in einem Instrumentalfach oder in Gesang eingeschrieben werden.

1.2.: Gemeinschafts- sowie Instrumental- und Gesangsunterricht

Artikel 3: Gemeinschaftsunterricht:
Die Früherziehung wird einmal pro Woche erteilt: je 45’ im ersten Jahr, 60’ im zweiten und dritten Jahr. Abweichungen erteilt nur der Direktor in Absprache mit dem Pädagogischen Rat.

Der Musikerziehungsunterricht wird in den Unterstufen A und B einmal pro Woche, in der Mittelstufe zweimal eine Stunde pro Woche und ab der Oberstufe zweimal anderthalb Stunden pro Woche erteilt.

Zwischen den Unterrichtstagen sollten mindestens zwei Wochentage liegen.

Ab der Perfektionierungsstufe erfolgt der Unterricht einmal wöchentlich während 2 Stunden.

Das Erwachsenenangebot ist wie folgt gegliedert:
1. und 2. Jahr in zeitlich komprimierter Form zu 24 Einheiten, einmal pro Woche während 1,5 Std.
3. und 4. Jahr ab dem 1. September einmal pro Woche während 2 Std. Der Erwachsenenzyklus schließt mit dem 4. Jahr. Gleichzeitig haben die Erwachsenen die Möglichkeit während 6 Jahren Instrumentalunterricht in der Unterstufe zu erhalten (U1 bis U6).
Den besonders motivierten und talentierten erwachsenen Schülern wird die Möglichkeit offen gehalten, das 5. Jahr im normalen Zyklus (2 x 1,5 Std./W.) fortzuführen.

Artikel 4: Instrumental- und Gesangsunterricht:
Jedem Schüler wird wöchentlich ein Unterricht von 30 Minuten in der Unter-, Mittel- und Oberstufe erteilt. Die Unterrichtszeit beträgt für Gesangs- und Instrumentalschüler eine Stunde ab der Oberstufe, wenn der Schüler in der Perfektionierungsstufe eingeschrieben ist, bzw. diese absolviert hat. In der Exzellenzstufe beträgt die Unterrichtszeit immer eine Stunde.
Abweichungen erteilt nur der Direktor in Absprache mit dem Klassenrat bzw. Pädagogischen Rat.
Der Schüler kommt zum Unterricht, um das Resultat seiner wöchentlichen Arbeit vorzuführen und um neue Anleitungen seiner Lehrperson zu erhalten. Sollte er diesen Anleitungen nicht Folge leisten, kann er das Anrecht auf Unterricht verlieren. Diese Entscheidung fällt der Direktor nach Rücksprache mit dem Klassenrat.

2. Kapitel: Prüfungen

2.1.: Klassenprüfungen

Artikel 5: Organisation der Klassenprüfungen in Musikerziehung, Instrumental- und Gesangsunterricht:
Im ersten Jahr der Musikerziehung (Unterstufe A) wird keine Endjahresprüfung abgehalten; Lediglich am Ende des zweiten Jahres der Musikerziehung (Unterstufe B) wird ein Eignungstest für die Mittelstufe durchgeführt.
Ab der Mittelstufe organisieren die Musikerziehungslehrer in der 2. Januarhälfte Zwischenprüfungen (außer in den Perfektionierungsstufen).
Die Jahresendprüfungen finden ab Mai statt. Bis zum 20. Juni müssen diese abgeschlossen sein. Die Klassenprüfungen in Diktion und Musikgeschichte finden am Ende des Schuljahres statt. Die Klassenprüfungen in den Unterstufen des Instrumental- und Gesangsunterrichts werden durch den Direktor oder durch eine von ihm beauftragte Lehrperson abgenommen und finden zwischen Mitte April und Mitte Juni statt.

Artikel 6: Musikerziehung:
Die Theoriefragen und Gehörbildungsübungen werden von den Fachlehrern ausgearbeitet und dem Direktor zur Begutachtung vorgelegt. Die Prüfungen in Theorie und Gehörbildung werden von der Lehrperson verbessert. Die Lektüreprüfung besteht aus einem unvorbereiteten und einem vorbereiteten Werk. Ende Juni finden Klassenräte der Musikerziehungsklassen statt. Im Klassenrat werden insbesondere die Problemfälle zur Diskussion gebracht. Der Klassenrat entscheidet in letzter Instanz über die Versetzung eines Schülers. Die Zeugnisse werden sodann im letzten Klassenunterricht des Monats Juni ausgeteilt. Die Resultate der Jahresendprüfungen in Musikerziehung dürfen erst nach der endgültigen Entscheidung des Klassenrates bekanntgegeben werden.
Im Falle einer Nicht-Versetzung durch die Entscheidung des Klassenrates, besteht nach Austeilung der Zeugnisse binnen drei Tagen eine Einspruchsmöglichkeit. Die ausführliche und begründete Beanstandung muss dem Schulträger der Musikakademie (Interkommunale Vereinigung) schriftlich hinterlegt werden. Der Schulträger bestätigt die Entscheidung des Klassenrates oder beruft den Klassenrat erneut ein. Ferienarbeiten oder Nachprüfungen unterliegen nicht dem Einspruchsrecht.

2.2. : Technische und Öffentliche Prüfungen

Artikel 7:
Die Schüler der A-Stufen (Mittel – Ober – Exzellenz) absolvieren ein öffentliches und bewertetes Vorspiel. Die Jury besteht aus hauseigenen Lehrpersonen oder/und externen Juroren.

In der ersten Februarhälfte legen die Instrumentalschüler der B-Stufen (Mittel – Ober – Exzellenz) die technische Prüfung unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Für die Mittelstufe B kann diese Prüfung vor einer hauseigenen Jury abgelegt werden, während die Ober- und Exzellenzstufen vor einem außenstehenden Jurymitglied abgelegt werden. Vorsitzender der Prüfungskommission ist jeweils der Direktor.
In der Jahresgesamtbewertung der B-Stufen stehen für die technische Prüfung 1/4 der Punkte zur Verfügung, während für die öffentliche Prüfung die restlichen 3/4 der Punkte vergeben werden. Bei der technischen Prüfung handelt es sich um eine Zulassungsprüfung zur öffentlichen Prüfung zum Schuljahresabschluss. Die Schüler müssen mindestens ein Resultat von 18/25 erzielen.

Für die Instrumentalfächer Klavier, Gitarre (klassisch und modern) und Schlagzeug (klassisch und modern) wird die Punkteverteilung der B-Stufen ab dem Schuljahr 2017/2018 wie folgt aufgeteilt: Technische Prüfung 4/10 der Punkte (Die Schüler müssen mindestens ein Resultat von 28,5/40 erreichen, um zur öffentlichen Prüfung zugelassen zu werden) und öffentliche Prüfung 6/10 der Punkte.

Um zur Exzellenzstufe im Instrumental- und Gesangsunterricht zugelassen zu werden, muss der Schüler zum Abschluss der Oberstufe ein Resultat von mindestens 80% erreichen.
Für alle Schüler, die ein Resultat zwischen 70% und 80% erreichen, wird der Klassenrat bestehend aus den zuständigen Fachlehrern und dem Pädagogischen Rat über die mögliche Zulassung zur Exzellenzstufe entscheiden.
Bei einem negativen Gutachten beschließt der Schüler das Studium und wird mit dem Diplom eines 1. Preises ausgezeichnet.

Die Exzellenzstufe B kann in zwei Jahren absolviert werden, vorausgesetzt, dass der Exzellenz B-Schüler die Exzellenzstufe A nur ein Jahr besucht hat. Im Prinzip legt der Schüler dann im ersten Jahr die technische Prüfung ab und im nächsten Jahr die abschließende öffentliche Prüfung.

Schüler der Exzellenz B-Stufe dürfen selbst wählen, ob sie ihre technische Prüfung im Januar oder Mai ablegen. Die Mitteilung dazu muss dem Direktor bis zu den Allerheiligenferien in schriftlicher Form vorliegen. Für die Exzellenz B-Schüler im Fach Gesang wird automatisch die technische Prüfung im Mai stattfinden. Wenn der Schüler jedoch sowohl die technische als auch die öffentliche Prüfung zusammen im 2. Jahr der Exzellenzstufe B bestreiten möchte, muss er im ersten Jahr der Stufe einen Test ablegen.

Artikel 12:
Sobald die Prüfungen beendet sind, gehen die Unterrichte weiter bis Ende Juni.

2.3.: Prüfungsordnung:

Artikel 13:
Die Fortsetzung des Studiums im folgenden Schuljahr bedingt die Teilnahme an den Prüfungen in allen eingeschriebenen Fächern des laufenden Schuljahres. Vorsitzender der Prüfungskommissionen ist der Direktor. Die Bewertungen der Mitglieder der Prüfungskommission werden mündlich oder schriftlich festgelegt. Die Entscheidungen der Prüfungskommission werden mit absoluter Mehrheit gefällt; bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. In den B-Stufen werden die Lehrpersonen vor Bekanntgabe der Resultate informiert. In den Unterstufen wird die Bewertung schriftlich begründet.
Der Schüler ist verpflichtet seine Prüfung zum vorgesehenen Prüfungstermin abzulegen. Eine Verlegung aus zwingenden Gründen (Prüfungen im Rahmen eines Hochschulstudium und Abi Reisen) ist ausschließlich mittels eines schriftlichen Antrags spätestens 3 Wochen vor der Prüfung beim Direktor zu stellen. Der Schüler muss dann zum nächstmöglichen vorgegebenen Termin die Prüfung ablegen.

Artikel 14: Nachholprüfung:
Im Falle einer schriftlich begründeten Abwesenheit (Krankheit, schulische oder berufliche Verpflichtungen) kann der Direktor für den betroffenen Schüler die Prüfung auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.

3. Kapitel: Zeugnisse, Diplome, Sonderpreise und Medaillen

Artikel 15: Zeugnisse und Diplome:
Die Schüler des 1. Jahres Musikerziehung erhalten einen „Schulbericht“ in dem Kompetenzen mit Prädikaten bewertet werden. Vom 2. bis 5. Jahr der Musikerziehung wird ein Zeugnis vergeben, das Ende des 1. Semesters eine Bewertung und einen Bericht für die Eltern enthält , um diese über den Unterrichtsverlauf in Kenntnis zu setzen. Nach Unterschrift der Eltern wird das Zeugnis von den Lehrpersonen bis Ende des Schuljahres aufbewahrt. Für die Jahresendprüfung schreiben die Lehrpersonen wieder einen Bericht. Im Zeugnis werden alle Ergebnisse aufgeführt und von der Prüfungskommission per Unterschrift bestätigt. In den Perfektionierungsstufen erhalten die Schüler nur ein Jahresendzeugnis.

Die Schüler des 1. Jahres Instrumentalunterricht erhalten ein Zeugnis, in welchem die Jahresarbeit vom Fachlehrer mit einem Prädikat bewertet wird.
In den Unterstufen der Instrumentalfächer wird ab dem 2. Jahr ein Zeugnis vergeben, das Ende des 1. Semesters einen Bericht für die Eltern enthält, um diese über den Unterrichtsverlauf in Kenntnis zu setzen. Nach Unterschrift der Eltern wird das Zeugnis von den Lehrpersonen bis Ende des Schuljahres aufbewahrt. Für die Jahresendprüfung schreiben die Lehrpersonen wieder einen Bericht; der Direktor gibt einen Bericht zur Prüfung ab und schließlich folgt die Jahresbewertung.
Erwachsene, die das 6. Jahr Instrumentalunterricht der Unterstufe abschließen und aus dem Zyklus ausscheiden, erhalten zum Abschluss ein Zertifikat. Dieses wird bei der Preisverteilung überreicht.

Die Übergangszeugnisse und Diplome in Musikerziehung werden für die Exzellenzstufe mit der Bezeichnung „Exzellenzpreis“ und für die Perfektionierungsstufe 2 mit der Bezeichnung „Abschlussdiplom der Perfektionierungsstufe in Musikerziehung“ wie folgt verliehen:
98-100%: mit größter Auszeichnung
90-97%: mit großer Auszeichnung
80-89%: mit Auszeichnung
70-79%: mit Erfolg

Weniger als 70% berechtigen nicht zum Aufstieg in das nächste Studienjahr, es sei denn durch Beschluss des Klassenrates.

In den Ober- und Exzellenzstufen B gelten die gleichen Kriterien, wobei folgende Bezeichnungen verwendet werden:
1. Preis (Oberstufe B)
Exzellenzpreis (Exzellenzstufe B)

Artikel 16: Sonderpreise:
Als Ansporn können den Schülern Sonderpreise wie Bücher, Musik- oder Kunstdokumente verliehen werden.

Artikel 17: Medaillen der Regierung:
Die Medaillen der Regierung werden in Anwendung des Dekretes (Artikel 33) verliehen.

Artikel 18: Medaillen der Musikakademie:
Die Medaille der Musikakademie der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird den Absolventen aller Fächer mit Ausnahme der Musikerziehung, Musikgeschichte, Instrumentalensemble, Vokalensemble und Diktion wie folgt zuerkannt:
70-79%: Bronzemedaille
80-89%: Silbermedaille
ab 90%: Goldmedaille

5. Kapitel: Einschreibungen und Schülerlisten

Artikel 23:
Die Neueinschreibungen für das kommende Schuljahr werden ausschließlich am Sitz der Musikakademie ab dem 1. Juni bis zum 15. September entgegengenommen. Bereits eingeschriebene Schüler müssen die Fortsetzung ihres Studiums bis spätestens 25. August bestätigen. Der jährliche Unkostenbeitrag muss bis spätestens 30. Oktober entrichtet sein.

Artikel 25:
Das Aufnahmealter ist auf 5 Jahre für die musikalische Früherziehung und Ballett, sowie 8 Jahre für Musikerziehung und Jugendtheater festgelegt. Stichtag ist jeweils der 31. Dezember des laufenden Jahres. Abweichungen erteilt lediglich der Direktor in Absprache mit dem Pädagogischen Rat.

7. Kapitel: Studienstruktur

Artikel 28.1.: Instrumental- und Gesangsunterricht:
Unterstufe 4 Jahre
Mittelstufe 2 Jahre
Oberstufe 2 Jahre
Exzellenzstufe 2 Jahre (auf 3 Jahre ausdehnbar lt. Artikel 7)

Artikel 28.1. bis: Einstiegsalter für den Gesangsunterricht:
Der Gesangsunterricht kann nach einem kleinen Eignungstest durch den Fachlehrer ab dem 14. Lebensjahr belegt werden.

Artikel 28.2.: Musikerziehung:
Früherziehung 3 Jahre (fakultativ)
Unterstufe 2 Jahre
Mittelstufe 1 Jahr
Oberstufe 1 Jahr
Exzellenzstufe 1 Jahr
Perfektionierungsstufe 2 Jahre (fakultativ)

Artikel 28.3.: Diktion:
Der Diktionsunterricht kann ab dem Alter von 16 Jahren belegt werden.
Mittelstufe 1 Jahr

Artikel 28.4.: Deklamation und Schauspiel:
Mittelstufe 2 Jahre
Oberstufe 2 Jahre
Exzellenzstufe 2 Jahre

Artikel 28.5.: Musikgeschichte:
Grundkurs: 1 Jahr

Artikel 28.6.: Instrumentalensemble:
ständiges Angebot

Artikel 28.7.: Kammermusik:
8 Semestermodule

Artikel 28.8.: Harmonielehre:
Um zum Harmonielehreunterricht zugelassen zu werden, muss der Schüler die Exzellenzklasse der Musikerziehung (5. Jahr) mit Erfolg abgeschlossen haben.
Mittelstufe 2 Jahre
Oberstufe 2 Jahre

Artikel 28.11.: Kontrapunkt:
Oberstufe 2 Jahre

Artikel 28.12.: Fuge:
Exzellenzstufe 2 Jahre

Artikel 28.13.: Dirigentenausbildung:
Mittelstufe A 1 Jahr
Mittelstufe B 1 Jahr
Oberstufe A 1 Jahr
Oberstufe B 1 Jahr
Der Einstieg ist nur zu Beginn eines Schuljahres möglich und kann – falls berufliche oder familiäre Gründe dies erfordern – für ein Schuljahr unterbrochen werden.
Grundvoraussetzung zur Teilnahme an dieser Ausbildung ist der erfolgreiche Abschluss der P2-Stufe (7. Jahr) in Musikerziehung sowie ein Aufnahmetest in Verbindung mit einem Vorgespräch.
Die Ausbildung erfolgt in Modulform, an jeweils einigen Samstagen pro Jahr, wozu sich als Grundausbildung ein wöchentlich stattfindender Kursus in Schlagtechnik gesellt. Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Literaturkunde und Harmonielehre vervollständigen die Ausbildung zum Dirigenten. Für zukünftige Chordirigenten gehören Klavier- und Gesangsunterricht ergänzend dazu und die Teilnehmer werden in den jeweiligen Wartelisten als „prioritär“ geführt.

Artikel 28.14.: Keyboardunterricht:
Nach den Vorkenntnissen und Fähigkeiten der Teilnehmer teilt sich dieser Kurs in zwei Gruppen auf:
A.: Pianisten;
B.: Nicht-Pianisten.
Zu diesen Kursen zugelassen sind Schüler, die sowohl die Exzellenzstufe der Musikerziehung (5. Jahr) als auch die Mittelstufe A des Instrumentalunterrichts erfolgreich abgeschlossen haben. Die Weiterführung des Unterrichts im Hauptinstrument wird vorausgesetzt.

Artikel 28.15.: Splitting der Unterrichtsausrichtung in den Fächern Gitarre und Schlagzeug:
Ab der Mittelstufe B eröffnen sich dem Schüler zwei Ausbildungswege:
A.: die traditionelle klassische Ausbildung;
B.: eine den spezifischen Anforderungen des Musizierens in der Popmusik ausgerichtete Ausbildung.

Artikel 28.16.:
Um zum Deklamationsunterricht zugelassen zu werden, muss der Schüler folgende Bedingungen erfüllen: mindestens 17 Jahre alt sein; gleichzeitig den Diktionsunterricht belegen oder ihn mit Erfolg abgeschlossen haben. Um zur Deklamationsprüfung zugelassen zu werden, muss der Schüler die Diktionsprüfung bestanden haben.

Artikel 28.17.:
Um zum Erwachsenenschauspielunterricht zugelassen zu werden, muss der Schüler folgende Bedingungen erfüllen: mindestens 17 Jahre alt sein; gleichzeitig den Deklamationsunterricht belegen oder in Deklamation die Exzellenzstufe B mit Erfolg abgeschlossen haben. Um zur Schauspielprüfung zugelassen zu werden, muss der Schüler die Diktionsprüfung bestanden haben.

Artikel 28.18.: Studiendauer:
Instrumental- und Gesangsunterricht: pro Stufe darf höchstens einmal gedoppelt werden.
Die Exzellenzstufe muss in max. drei Jahren abgeschlossen werden.

Ab der Mittelstufe A können Erwachsene wählen zwischen
a) dem normalen Unterricht mit öffentlichen Prüfungen
b) einem zweijährigen Zyklus mit Klassenprüfungen und abschließender
Erwachsenenurkunde nach insgesamt 6 Jahren Instrumentalunterricht.
(Prüfungen dann ohne Klavierbegleitung)
Als Erwachsener gilt ein Schüler, der bei Beginn des Instrumentalunterrichts mindestens 18 Jahre alt ist.

Musikerziehung: pro Stufe darf höchstens einmal gedoppelt werden.

8. Kapitel: Allgemeines

Artikel 29: Neuorientierung:
Wenn ein Schüler keine Anlage für das gewählte Instrument besitzt, kann er zu einem anderen orientiert werden.

Artikel 30:
Der Zutritt zu den Klassen während der Unterrichtsstunden ist jeder der Schule ausstehenden Person untersagt. Ausnahmen sind nur nach Absprache mit der Direktion und der zuständigen Lehrperson gestattet. Die Aufsichtspflicht des Lehrers endet mit Ablauf der regulären Unterrichtszeit.

9. Kapitel: Die Schüler

Artikel 32:
Die Schüler sind verpflichtet, den vorgeschriebenen Pflichtfächern beizuwohnen.
Jede unentschuldigte Abwesenheit wird den Eltern mitgeteilt.
Jede durch den Direktor nicht genehmigte Abwesenheit muss von den Eltern begründet werden. Drei aufeinanderfolgende nicht begründete Abwesenheiten bringen den Ausschluss des Schülers vom Unterricht, in dem er gefehlt hat, mit sich.
Ärztliche Atteste des Schülers bei längeren Abwesenheiten (mindestens 2 Wochen) müssen von den Eltern direkt dem Sekretariat übermittelt werden.

Die Zurückweisung eines Schülers von der Musikerziehung (1. bis 5. Jahr) bringt die Zurückweisung vom Instrumentalunterricht mit sich. Diesbezügliche Entscheidungen trifft der Direktor nach Anhörung der betroffenen Lehrperson und des Schülers in Absprache mit dem Klassenrat.

Artikel 32bis:
Es ist den Schülern strikt untersagt, anhand von Schriftstücken, einer Internetseite oder eines anderen Kommunikationsmittels:
• die öffentliche Ordnung, die guten Sitten, die Menschenwürde oder die Gefühle der Mitschüler zu verletzen;
• in irgendeiner Weise den Ruf, die Privatsphäre oder das Recht am Bild Dritter zu verletzen, unter anderem durch verleumderische oder beleidigende Äußerungen oder Bilder;
• Informationen zu verbreiten, die den Ruf der Schule gefährden oder den guten Sitten und den Gesetzen widersprechen;
Jeder Verstoß gegen die vorerwähnten Bestimmungen führt zu einer Disziplinarstrafe.

10. Kapitel: Die Lehrpersonen

Artikel 34: Anwesenheitsregister und Tagebuch:
Die Lehrpersonen führen mit ihren Schülern ein Tagebuch; darin wird eingetragen, was im Unterricht geleistet wird und was die Lektion ist. Dieses Tagebuch dient auch dem Kontakt mit den Erziehungsberechtigten, z.B. anlässlich von Unterrichtsverlegungen, Schülerkonzerten, Prüfungen usw.

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